bewusst . reflektiert . entwicklungsfördernd

Tantra-Massage

Die tantrische Massage

An dieser Stelle ist es mir ein Bedürfnis, den Begriff "Tantramassage" etwas zu entmystifizieren. Die "Tantramassage" gibt es eigentlich nicht. Genauer müsste es "tantrische Massage" heißen. Hier werden verschiedene Techniken zur Entspannung, zur Sensibilisierung, zum Öffnen der Chakren und zum Fließen der Energien eingesetzt. Einen festgelegten Ablauf während der Massage gibt es nicht. Die Techniken werden individuell auf die Empfängerin und den Massierenden abgestimmt. Alles geschieht aber im tantrischen Sinne. Achtsam, zugewandt, ganzheitlich, menschlich, liebevoll!
Die Tantramassage hat nichts mit Pornographie oder wilden Sexorgien zu tun. Sexuelle Energie ist eine der stärksten Energien, die wir Menschen haben. Diese ungenutzt zu lassen, wäre viel zu schade. In der Tantramassage ist die sexuelle Energie deutlich zu spüren und vor allem in der Yonimassage erfahrbar. Schnell ist man an dem Punkt, wo man ganz mit sich selbst beschäftigt ist. Genau darum geht es in der Tantramassage. Sich selber zu erfahren. Es ist die spannende Reise zu sich selbst. Freue Dich darauf!

Der weitere Ablauf.

Die Rückseite.
Nach der Einstimmung liegst Du, zugedeckt mit Deinem Lunghi, auf dem Bauch. Der Lunghi wird Dir in Zeitlupe über die Füße vom Körper gezogen. Die Haut wird hierdurch wunderbar erweckt. Sie wird unglaublich sensibel und empfangsbereit.

Während Du völlig nackt auf der Matte am Boden liegst, entledige ich mich rituell meines Lunghis und bin dann ebenfalls völlig nackt. Somit wird ein mögliches Gefälle (Du nackt, ich angezogen) vermieden. Das ist ein wesentlicher Aspekt des Tantramassage-Settings. Deine Haut wird mit den verschiedensten Gegenständen weiter sensibilisiert. Der Lunghi wird in harmonischen Bahnen achtsam über Deine Rückseite bewegt. Fellstücke, Federn, Perlenketten, Quasten, Massagehilfen und Ähnliches werden je nach Stimmung spielerisch zum Einsatz gebracht. Aber immer nur soweit, wie es Dir Wohlbefinden und Freude bereitet.

Danach beginnt die eigentliche Massage. Hierzu wird viel Öl verwendet. Klassischerweise begebe ich mich kniend zwischen Deine von mir achtsam gespreizten Beine. So, dass ich relativ mühelos Deinen ganzen Körper ohne Positionswechsel massieren kann. Nach dem Auftragen des von Dir ausgesuchten Öls streiche ich drei Mal von den Füßen über die Beine, das Gesäß, den Rücken, die Schultern, die Arme bis zu den Händen.

Spätestens hier verstehst Du Dich als vollkommenes Wesen, an dem kein Bereich ausgespart oder unbeachtet sein soll. Ganz sicher ist es für Dich ein wichtiger Aspekt, von mir, einem männlichen Wesen, massiert zu werden. In Deiner Weiblichkeit fühlst Du Dich hierdurch ausdrücklich angenommen. Es ist ein besonderes Vergnügen, den sanften aber bestimmten Druck der männlichen Hände sowie die anwesende männliche Aura zu spüren.

Im Prinzip wird Dein Körper nun wie bei einer Wellnessmassage berührt. Der besondere Unterschied besteht darin, dass kein Bereich Deines Körpers als besonders wichtig oder als nicht wichtig angesehen wird. Alles wird gleichermaßen bedacht. Quasi absichtslos werden auch Deine "Intimbereiche" wie Vulva, Gesäß oder Brüste berührt bzw. massiert (letzteres geht i.d.R. natürlich nur, wenn Du auf dem Rücken liegst ;-) ). Hier gibt es kein "Richtig" oder "Falsch". Das kann sehr lustvoll sein, einfach nur wohlig oder aber auch unangenehm. Entsprechende Gefühle bei Dir solltest Du zunächst wertfrei registrieren und unter Umständen die Fragestellung dahinter, z.B. im Nachgespräch, formulieren. Es ist sehr aufschlussreich, wenn es um das Selbst geht. Unangenehme Brührungen möchte ich jedoch möglichst vermeiden, da es hier um Wohlbefinden geht. Deshalb nicht zögern und mir im Augenblick des Unwohlseins eine Rückmeldung geben. Ich werde als "Tempeldiener" angemessen darauf reagieren!

Ein weiterer Unterschied zur Wellnessmassage ist das Einbeziehen der Chakren. Besonders das Herzchakra wird beachtet, da es unter anderem mit der wichtigen Eigenliebe in Verbindung steht.

Zum Abschluss der Rückseite wir noch dreimal kräftig von den Schultern zu den Füßen ausgestrichen. Du wirst dann wieder völlig mit Deinem Lunghi zugedeckt.

Die Vorderseite.

Nach der, in Dein Ohr geflüsterten Bitte, Dich umzudrehen, legst Du Dich, weiterhin zugedeckt, auf den Rücken. In Analogie zur Rückseite wird Dir Dein Lunghi sehr langsam über die Füße abgezogen. "Federchen und Fellchen" kommen erneut zum Einsatz.

Unter Verwendung des Massageöls wird ebenfalls drei Mal von den Füßen bis zu den Händen ausgestrichen. Die ausgiebiege Massage der Körperbereiche schließt, wie schon auf der Rückseite, an.

Da sich auf der Vorderseite des Körpers besonders erogene Zonen befinden, ist es nicht verwunderlich, dass die Massage hier als relativ lustvoll empfunden wird. Es ist aber nicht das erklärte Ziel der Tantramassage Lust zu erzeugen. Dennoch wird sie keinesfalls unterdrückt. Das Massieren der Innenseite der Schenkel oder der Brüste wird in der Regel als äußerst intensiv und wohltuend empfunden.

Die weitergehende und eventuell hier anschließende Yonimassage verfolgt sehr wohl das Lustprinzip, neben dem Zulassen der sich einstellenden Gefühle und Gedanken.

Zum Schluss wird dreimal von den Schultern zu den Füßen ausgestrichen. Du wirst wieder mit Deinem Lunghi zugedeckt. Ich begebe mich in eine wachsame Haltung neben Dich, um Dir den Raum zum ungestörten Nachspüren zu geben. Eventuelle Fragen und Bemerkungen können im Nachgespräch bei einem Glas Wasser oder einer Tasse Tee erörtert werden.

-Namasté!-

Zeitaufwand.

Ein derartige Tantramassage benötigt mindestens zwei Stunden. Mehr ist durchaus sinnvoll. Insgesamt sollten aber 45 Minuten Zeit darüber hinaus mit gebracht werden, damit in Ruhe Vorgespräch, Nachspüren und Nachgespräch statt finden können (selbstverständlich ohne zusätzliche Berechnung)!